Sauberes Trinkwasser bedeutet Gesundheit – Trinkwasserversorgungssysteme in indigenen Hochlandgemeinden
Im Laufe der Jahre haben die Bewohner sich bemüht, die Reparaturen aus Eigenmitteln durch die Erhebung von Wasser-Nutzungsgebühren zu leisten. Allerdings sind die Kosten für Material und technische Gerätschaften im Zuge der tiefgreifenden Wirtschaftskrise in Ecuador derart in die Höhe geschossen, dass die Bewohner diese Kosten aus eigener Kraft schon lange nicht mehr aufbringen können.
Für die Frauen in den beteiligten Gemeinden, die traditionell für die Wasserbeschaffung zuständig sind, bedeutet die Verfügbarkeit von Trinkwasser nicht zuletzt auch eine wesentliche Erleichterung ihrer Arbeitsbedingungen. Die weiten und beschwerlichen Wege zu den bisherigen Wasserentnahmestellen entfallen und die Wasserversorgung erfordert wesentlich weniger Zeitaufwand.
Die Arbeiten zur Einrichtung - und Instandsetzung der Versorgungsleitungen umfasst im wesentlichen folgende Arbeitschritte: Bau von Quellfassungen, Einrichtung von Druckminderungs- und Vorratsbehältern, Umzäunungen der Wasserbehälter, Ausschachten der Gräben und Verlegen der Leitungsrohre in den Haupt- und Verteilersträngen, Fertigstellung der Anschlüsse und die Zuschüttung der Gräben nach Erprobung der Leitungen. Die Rohrleitungen wurden unterirdisch verlegt, um späteren Schäden etwa durch den Einsatz von schwerem Ackergerät vorzubeugen. In einigen Gemeinden, insbesondere in der zentralen Andenregion mussten zudem zahlreiche Schluchtenübergänge eingerichtet werden. Den zweiten zentralen Bereich in diesem Projekt bildeten umfassende Trainingsmaßnahmen zur Sicherstellung des dauerhaften Funktionieren der Systeme und einer adäquaten Wassernutzung durch die Zielgruppe. In beiden Projektregionen wurden die vorgesehenen Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen in den Bereichen Wassernutzung, Bewässerungsmanagements, adäquater Umgang mit den Wasserressourcen, Instandhaltung und Verwaltung der Bewässerungssysteme über die gesamte Projektlaufzeit durchgeführt.
Im Zuge der Projektdurchführung haben die Familien einen hohen Arbeitseinsatz eingebracht. Sie haben die schweren Baumaterialien in den Höhenlagen transportiert, die Gräben für die Rohrleitungen ausgeschachtet und bei der Verlegung der Rohre und der abschließenden Verfüllung der Gräben mit geholfen. Dies gilt auch für die im Rahmen der Schutzmaßnahmen bei der Bepflanzung und Bewirtschaftung der Wassereinzugsgebiete von der Zielgruppe erbrachten Arbeitsleistungen. Das Erreichen der Projektziele ist somit zu einem erheblichen Anteil auch dem Einsatz und dem Engagement der Zielgruppe zu verdanken. In Kooperation mit den beiden lokalen Nichtregierungsorganisationen
(NRO) INSTITUTO de ECOLOGIA y DESARROLLO de las COMUNIDADES ANDINAS
-IEDECA (nördliche Andenregion) und der NRO CENTRAL ECUATORIANA de
SEVICIOS AGRICOLAS - CESA (zentrale Andenregion). Die NRO IEDECA, mit der
die W. P. Schmitz-Stiftung bereits seit vielen Jahren erfolgreich und
vertrauensvoll zusammenarbeitet, hat die Projektaktivitäten für beide
Projektzonen koordiniert.
© 2009 Schmitz-Stiftungen
Last Update: 03.04.2009
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