Sozialschwache Kinder leiden häufig an veschiedenen Defiziten in ihrer schulischen aber auch persönlichen Entwicklung

Projekthintergrund: Cultum ist eine junge Einrichtung, welche sich schwerpunktmäßig Kindern mit Sprachbehinderung und Lernproblemen widmet. Dabei handelt es sich in der überwiegenden Zahl um Kinder, welche nicht den Kindergarten besuchen können oder konnten sowie Kinder die aus sozialschwachen Familien stammen, die schwere Defizite in ihrer Entwicklung sowie Verhaltensstörungen und Sprachstörungen aufweisen bzw. Kinder mit leichten und mittleren Behinderungen. Bei den meisten Kindern rühren die Störungen meist von zerrütteten Familienverhältnissen her. Die familiäre Situation ist gekennzeichnet durch: Mütter, die zum Arbeiten ins Ausland gegangen sind, Väter, die keine Arbeit haben und dem Alkohol verfallen sind, Kinder, die dreckige Kleidung tragen, vernachlässigt und unterernährt sind, kleine herumstreunende Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren, um die sich niemand kümmert. Die Jugendämter versuchen, die Situation der Familien zu klären, doch sie stoßen auf das Phänomen, dass in vielen Familien, dieselben Probleme bestehen und die Wohn- und Lebensbedingungen für die Kinder in machen Regionen fast schon generell katastrophal sind. Kinder die in diesem Milieu aufwachsen, sind in ihrer Entwicklung häufig zurückgeblieben, leiden an körperlichen und seelischen Defekten sowie an verzögerter Entwicklung, erheblichen Sprachstörungen, Mangel an Lernkompetenz und sind darüber hinaus sehr verhaltensauffällig. 

Projektziel: Cultum widmet sich ganz gezielt der Förderung und Rehabilitation von Kindern mit den genannten Sprach-, Lern- und Verhaltensstörungen. Die Kinder erhalten bei Cultum sowohl allgemein bildenden vorschulischen Förderunterricht als auch gezielte Therapieanwendungen (Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie). Hauptziel ist es, die Defizite der Kinder soweit abzubauen, dass sie wieder in normale Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen eingegliedert werden können.   

Projektverlauf: Mit den Fördermitteln der Schmitz-Hille-Stiftung konnte eine völlige Sanierung des gesamten Sanitärbereiches vorgenommen werden. Badezimmer, Toilette und Küche wurden renoviert. Zu den baulichen Maßnahmen gehörte der Umbau und die Einrichtung eines kleinen Gebäudes, welches sich ebenfalls auf dem Grundstück befindet, zur Nutzung als Sprachtherapieraum. Ein Spielraum wurde mit Etagenbetten ausgestattet, welche nun die Wände des Raumes säumen. Die Kinder haben nun die Möglichkeit, einen Mittagsschlaf zu halten. Dies verbessert die Arbeitsweise von „Cultum“ erheblich, da nun auch am Nachmittag Kinderbetreuung stattfinden kann. Das Projekt hat sich seit einem Jahr der Förderung durch die Schmitz-Hille-Stiftung erfreulich positiv entwickelt. Täglich kommen 20 Kinder im Alter zwischen 2 und 5 Jahren und bleiben bis zum Nachmittag. In den Förder- und Therapiekursen erhalten sie Unterricht im Rechnen und Schreiben, nehmen an gemeinsamen pädagogisch und therapeutisch sinnvollen Spielen und Aktivitäten teil, welche alle zur Verbesserung der Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit, Lernfähigkeit und Bewegungsfeinmotorik sowie zur Beseitigung von Sprachfehlern führen soll. Dabei bilden Musiktherapie, Logopädie und Ergotherapie die wichtigen Säulen der heilpädagogischen Einrichtung „Cultum“. Im Laufe des Nachmittags werden die Kinder wieder von ihren Eltern oder älteren Geschwistern abgeholt. Im Oktober 2005 konnte sich die GF ein Bild von der Situation vor Ort machen. Es ist festzustellen, dass sich Cultum seit der Förderung durch die Schmitz-Hille-Stiftung erfreulich gut entwickelt hat.

Kooperationsprojekt mit der lokalen Einrichtung CULTUM, schwerpunktmäßig für Kinder mit Sprachbehinderung,  Moldawien - Stauceni

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Last Update: 03.04.2009