Dort wo es keine medizinischen Versorgungsstrukturen gibt, sind mobile Versorungssysteme eine sinnvolle Alternative
Projektziel: Primäres Ziel ist es, Menschen mit Behinderung auf abgelegenen Inseln der Philippinen (Visaya Islands) orthopädisch zu versorgen, dort wo es keinerlei medizinische oder therapeutische Einrichtungen gibt. Zu diesem Zweck soll das Orthopädieschiff „Hilwai“ mit den nötigen Materialien, Werkzeugen und Geräten zur Herstellung von Prothesen und Hilfsmitteln ausgestattet werden. Auf diesem Boot können die Körperbehinderten mit Orthesen, Prothesen, Hilfsmitteln und Rollstühlen versorgt werden. Die Untersuchung der Behinderten und Anpassung von Prothesen erfolgt auf dem Schiff „Hilwai“, ebenso die Herstellung der orthopädischen Hilfsmittel. Neben der Herstellung und Anpassung von Orthopädieteilen und Rollstühlen, sollen Therapie und Training mit den Behinderten auf dem Boot und auf dem Festland erfolgen. Projektverlauf: Das Orthopädieboot Hilwai wurde im Dezember 2004 erstmalig in Betrieb genommen. Der erste Einsatz des Bootes war aufgrund der akuten Not die Provinz „Aceh“ in Indonesien. Nach seiner Rückkehr wurde das Boot mit den Fördermitteln der Schmitz-Hille-Stiftung entsprechend des Einsatzes für die philippinischen Inseln Bohol, Negros und Cebu (Inselgruppe der Visayas) umgebaut und mit Therapiegeräten, Werkzeugen und Materialien ausgestattet. Parallel dazu wurden die Routen und Einsatzpläne entwickelt. Mitarbeiter von Handicap International besuchten die Inseln und die betreffenden Kommunen und Gemeinden und bereiteten die dort lebenden behinderten Personen und ihre Familien auf einen baldigen Besuch auf dem Hilwai Boot vor. Außerdem wurden Freiwillige und Volontäre für den Einsatz in den Dörfern geschult, um den Transport der Behinderten zum jeweiligen Hafen sowie die erforderlichen Übernachtungsmöglichkeiten in Hafennähe zu organisieren, damit die Behinderten dort für ein paar Tage während ihrer Therapie verweilen können. Im Laufe mehrerer Einsätze auf den drei Hauptinseln der Visayas konnte das Boot im Berichtsjahr 2005 über 140 Personen mit Körperbehinderungen medizinisch und therapeutisch versorgen. Dazu fanden Öffentlichkeitskampagnen in den betreffenden Kommunen der Behinderten statt, um die Dorfbevölkerung und die betroffenen Familien über die Situation Behinderter aufzuklären und um vor allem Berührungsängste und Vorurteile Nichtbehinderter gegenüber Behinderten abzubauen. Die Schmitz-Hille-Stiftung erwägt, wegen der positiven Wirkungen des Projektes und zur weiteren Sicherstellung der Versorgung von Menschen mit Behinderung eine Verlängerung der Unterstützung für das Orthopädieboot „Hilwai“. In Kooperation mit Handicap International e.V., München; Philippinen - Visayas >> zurück © 2009 Schmitz-Stiftungen
Last Update: 03.04.2009
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