Sauberes Trinkwasser bedeutet Gesundheit – Trinkwasserversorgungssysteme in indigenen Hochlandgemeinden

Das Projektgebiet im ecuadorianischen Hochland verzeichnet eine überdurchschnittlich hohe Zahl von infektiösen Erkrankungen und Todesfällen. In einem besonderen Maß sind insbesondere Säuglinge und Kleinkinder im Vorschulalter betroffen, die an chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane, Darminfektionen, Parasiten und Hautkrankheiten leiden. Hauptursache dieser Infektionen sind die unzureichenden hygienischen Bedingungen bei der Trinkwasserversorgung. Viele Bewohner sind gezwungen, das Trink- und Brauchwasser aus den lokalen offenen Bewässerungskanälen zu entnehmen, die gleichzeitig als Viehtränke und Waschplatz dienen. Der hohe Verschmutzungsgrad und die bakteriologische und parasitäre Belastung des Wassers stellen eine große Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar. Nur eine ausreichende und dauerhafte Versorgung der Landbevölkerung mit sauberem Trinkwasser kann diesen Teufelskreis durchbrechen. 

Das vom BMZ unterstützte Trinkwasser-Programm hat dazu beigetragen, dass insgesamt rd. 6.100 indigene Hochlandbauernfamilien entsprechend rd. 35.000 Frauen, Männer und Kinder als direkte Nutznießer über sauberes Trinkwasser verfügen können. Damit ist ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Lebensdingungen und der Gesundheit erbracht  worden.

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Einkommensquellen und traditionelle Gesundheitsversorgung - Produktion und Vermarktung von Heilkräutern

Die zentrale Idee des Projektes ist es, durch den organischen Anbau von Heil- und Gewürzpflanzen die traditionelle Medizin der Anden in Verbindung mit der Schaffung zusätzlicher Einkommensmöglichkeiten für die armen Kleinbauern im Andenhochland zu fördern. Durch Jahrhunderte hinweg wurden die Kenntnisse der Heilpflanzenanwendung innerhalb der indigenen Gemeinden beibehalten und weitergegeben. Aufgrund von Diskriminierung geschah dies meistens im Verborgenen. Durch das Projekt sollen diese Kenntnisse in partizipativer Weise sichergestellt und durch moderne Kenntnisse ergänzt werden.

Gleichzeitig eröffnen sich für die Kleinbauern durch den Anbau und Verkauf der Heil- und Gewürzpflanzen neue Einkommensquellen. Im Rahmen des durch das BMZ geförderten Projektes werden die Kleinbauern in den Bereichen des organischen Anbaus, der Verarbeitung/Nachernte und der Vermarktung, die auf den nationalen und internationalen Markt zielt, beraten und unterstützt.  >> mehr



Last Update: 03.04.2009