Abfallwirtschaft und Umwelschutz, ein wichtiges Thema in allen Entwicklungsländern

In den meisten Entwicklungsländern ist die Müllproblematik eines der großen Hauptprobleme geworden. In den Großstädten sind Frauen, vor allem auch Kinder und Jugendliche damit beschäftigt, den Müll von den Straßen zu sammeln und in Säcken zur Deponie zu bringen, um sich auf diese Weise etwas Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auf den Mülldeponien trennen und sortieren sie Plastik, Glas, Metall und sonstige Rohstoffe. Sie alle arbeiten ohne Atemschutz und ohne Handschuhe und sind den gefährlichen Dämpfen der Deponie ausgesetzt. Dazu haben Sie weder die Möglichkeit, sich zu reinigen oder ihre Kleidung zu waschen, noch sich während der heißen Mittagshitze an einem schattigen Ort auszuruhen. Mit dem Projekt soll die Situation der Müllsammelnden Kinder in Singkawang (Kalimantan) verbessert werden. >> mehr



Behinderte haben es besonders schwer. Die indonesische Gesellschaft muss umdenken: Integration statt Ausgrenzung

Behinderung wird in weiten Kreisen der indonesischen Gesellschaft traditionell als eine Art Strafe der betroffenen Familien für vorausgegangene Fehlverhalten angesehen. Besonders in den Dörfern im ländlichen Raum ist diese Vorstellung noch stark verbreitet. Nachbarn meiden meist Familien mit behinderten Angehörigen. Erst allmählich wächst das Bewusstsein, dass Behinderung keine Schande ist, und dass Behinderte ein Recht auf Würde, persönliche Entwicklung, Selbstentfaltung und das Recht auf Integration in die Gesellschaft haben. 2003 konnte mit Unterstützung der Schmitz-Stiftungen in Denpasar (Bali) das erste Rehabilitationszentrum für Menschen mit Körperbehinderung errichtet werden. Heute arbeiten in der sympathischen Einrichtung ein Team junger Physiotherapeuten und behandeln täglich 15 bis 20 Patienten. Die Behandlungserfolge sind erstaunlich. Fast alle Patienten verlassen die Einrichtung mit eine wesentlichen Verbesserung ihrer motorischen Fähigkeiten. >> mehr



Berufliche Qualifizierung von Frauen und Existenzgründung - Ein wichtiger Schlüssel in der Armutsbekämpfung

In Bali ist die Ernährungssicherung der Familien Männersache, und so ist es für Frauen grundsätzlich ein gesellschaftliches Problem, wenn Sie zum Einkommen der Familien durch berufliche Tätigkeit oder eigene Arbeit beitragen wollen. Aber vielen Familien bleibt wegen der niedrigen Einkommen kein anderer Ausweg als dass beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Auf Bali ist zudem ein gesellschaftlicher Umbruch zu verzeichnen. Die Rolle der Frauen in der indonesischen Gesellschaft wächst zunehmend. Die Frauen besinnen sich immer mehr auf ihre eigenen Kräfte und äußern den Wunsch nach Ausbildung und beruflicher Tätigkeit. In Kooperation mit der balinesischen Stiftung MBM wurden im Rahmen des Projektes an 6 Standorten Ausbildungskruse für dei Näherei-Ausbildung eingerichtet. Das Angebot richtet sich vor allem an jungen Frauen, die nach Ihrer Ausbildung das Nähereihandwerk beruflich nutzen möchten mit dem Ziel, zum Einkommenserwerb ihrer Familien beizutragen. >> mehr



Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Für viele traditionell arbeitenden Bauern ein großes Problem

In den meisten Dörfern der Urbevölkerung West Kalimantans, den Dayaks, erfolgt die Nahrungsproduktion noch auf traditionelle Weise. Neben verschiedenen sekundären Feldfrüchten bildet der Bergreis (Trockenreis) nach wie vor die Nahrungsgrundlage der Dayaks.  In einigen Regionen wird traditionell Wanderfeldbau betrieben. Die Mehrzahl der Dayaks ist inzwischen sesshaft geworden und wohnen in kleinen verstreuten Dörfern. Wegen der zunehmenden Bevölkerungsdichte und des dadurch entstandenen höheren Flächenbedarfs an Siedlungsfläche wurden die Rotationszeiten der knapper gewordenen Anbauflächen immer kürzer, mit der Folge geringerer Felderträge. Die große Armut in den Dayak Dörfern treibt immer häufiger Jugendliche in die größeren Städte, um dort nach Arbeit zu suchen. Die Bauern suchen nach einem Ausweg. Sie wissen, dass neue Zeiten andere und auch modernere Produktionstechniken verlangen. Zunehmende Beudeutung auf den internationalen wie auch auf den heimischen Märkten gewinnt der ökologische Landbau. Doch die Bauern sind allein überfordert, sie haben diese Techniken bisher nie erlernt. >> mehr



Wo das Grundwasser zu tief und die Flüsse verunreinigt sind, kann Regenwasser eine wervolle Alternative sein

Die unzureichende Wasserversorgung in den ländlichen Regionen Kalimantans zwingt die Bevölkerung vielerorts auf Flusswasser zurückzugreifen. Wegen der (meist illegalen) Goldgewinnung unter Einsatz von Quecksilber sind inzwischen viele Flüsse quecksilberverseucht und gefährden die Gesundheit der Bevölkerung. Die Dayaks sind zunehmend auf die Nutzung des Regenwassers und seine Aufbereitung als Trinkwasser angewiesen. Traditionell wird das Wasser durch direktes Auffangen der Niederschlagsmengen in einfachen offenen Ton- oder Betonkrügen gesammelt und gespeichert. Da die Behältnisse jedoch fast nie gereinigt und abgedeckt werden, sind sie eine Brutstätte für Moskitos und andere Insekten, sodass durch unsachgemäßen Einsatz auch durch das abgestandene und bakteriell verseuchte Wasser ebenso gesundheitliche Gefahren ausgehen. Ziel des vorliegenden Pilotprojektes war es, wartungsarme Regenwassernutzungssysteme mit guter Wasserqualität und besserer Nutzungseffizienz zu installieren. >>mehr



Psycho-Soziale Betreuung von Straßenkindern - Rechte und Schutz von Kindern auf der Straße

Auf den Straßen Surabayas leben schätzungsweise 500.000 Kinder und Jugendliche als arbeitende Kinder, Straßenkinder, Waisenkinder und Sozialwaisen. Häufig müssen sie durch Arbeit auf der Straße zum Einkommenserwerb ihrer Familien beitragen. Das Leben auf der Straße ist hart. Die Kinder und Jugendlichen sind immer auf der Suche nach Arbeit, nach einem Platz zum Schlafen und nach Nahrung. Auf der Straße sind sie der Gewalt, Kriminalität, Prostitution und des Drogenkonsums, der Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs ausgesetzt. Wenn die Jugendlichen erst einmal einige Monate auf der Straße gelebt haben, rutschen sie schnell in ein halbkriminelles Milieu ab und geraten dabei früher oder später mit dem Gesetz und der Polizei in Konflikt. Das Kinderhilfswerk ALIT betreut Kinder in den Gefängnissen von Surabaya, wo sie meist wegen ganz geringer Delikte ohne irgend ein Verfahren eingesperrt wurden, und setzen sich in Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden dafür ein, dass die Kinder wieder entlassen werden und ggf. zurück zu ihren Familien kehren können. >>mehr



Last Update: 03.04.2009