In Nicaragua müssen Frauen neben der Arbeit im
Haus und der Erziehung der Kinder zum Einkommenserwerb der Familien beitragen.
Dabei verrichten Sie fast immer körperlich harte Arbeit auf den Feldern und in
verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft. Dazu gehört die Beschaffung von
Brennholz zum Kochen. Wegen des massiven Raubbaus an den Wäldern in weiten
Teilen der Provinz Matagalpa, sind jedoch viele Berge nahezu völlig kahl und die
Böden errosiv, wodurch die Holzbeschaffung immer länger dauert sowie
zeitaufwendiger und beschwerlicher wird. Um die Einkommenssituation
für die besonders armen Frauen zu verbessern, wurde im Rahmen des
vorliegenden Projektes ein komplexes Agroforst Porgramm in der Region Waslala
durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden Baumschulen gegründet, erosive Flächen
wieder aufgeforstet, die Brennholzproduktion durch den Anbau geeigneter
Nutzhölzer begonnen, und weitere Flächen mit Nutzpflanzen kultiviert, um die
Versorgung mit Nahrungsmitteln aus eigener Produktion zu sichern. >>
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Über weite Gebiete rund um die mittlerweile
60.000 Einwohner zählende Stadt Jinotega leben verarmte Bauern mit ihren
kinderreichen Familien in großer Armut. Vor allem der Kaffee- aber auch
Kakaoanbau hat hier eine alte Tradition. Der seit Jahren niedrige Kaffeepreis
ließ die Bauern immer mehr verarmen. Die Landflucht ist in dieser
Region enorm, da vor allem Jugendliche für sich kaum noch Perspektiven in der
Landwirtschaft sehen. Zudem sind die Fincas der Familien alt und marode. Sie
wurden nur selten renoviert, verändert oder erweitert. Ebenso sind die Anbau-
und Erntetechniken und –methoden veraltet. Duch die Errichtung eines neuen
Trainingszentrum in Jinotega sollen Bauern aus der Umgebung geschult und
mit neuen Anbautechniken und Produktionsverfahren vertraut gemacht werden.
Insbesondere sollen Jugendliche durch eine qualifizierte Ausbildung
Beschäftigungs- und Einkommensperpektiven erhalten. >> mehr